Alexander Reiser verabschiedete sich ...

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Alexander Reiser verabschiedete sich ...

a) von der langjährigen Tätigkeit als Vorstand von Vision e.V., dem Verein der Rußlanddeutschen in Berlin, und

b) mit einem Vortrag über seine Herkunft und die seiner Vorfahren als Wolgadeutsche und spätere Deportierte in Sibirien.

Anläßlich seines Geburtstages lud er - gemeinsam mit der Spielplatzinitiative Marzahn e.V. - in das Haus Alpha II auf den Abenteuerspielplatz Wicke an der Schorfheidestraße ein. Zahlreiche Freunde, Mitstreiter und andere interessierte Bewohner*innen waren der Einladung gefolgt und lauschten gespannt seinen hochinteressanten Ausführungen. Er spann in seinem Vortrag einen weiten Bogen von der Anwerbung deutscher Ansiedler durch Zarin Katharina II. (einer gebürtigen Deutschen) in das Gebiet an der Wolga über den Erlaß der Deportation der Wolgadeutschen nach Sibirien bis in die Zeit seiner eigenen Kindheit, Schulzeit, Jugend und Militärzeit bis zum Ende der UdSSR und seiner Umsiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Mit beeindruckenden Fotos untermalte er in einer Powerpoint-Demonstration sein beinahe abenteuerliches Leben; ein Leben, das durchaus für mehr als nur ein Erdendasein ausreichen würde. Dies umsomehr, als Alexander Reiser im Gespräch beiläufig verlauten ließ, daß er sich in Kürze für die vermutlich nächsten zwolf Monaten erneut auf Wanderschaft begeben wird. Wobei Wanderschaft nicht bedeutet, daß er sich auf die Suche nach weiteren Spuren seiner Vorfahren machen und sie weiter zurückverfolgen will, sondern eine Reise antreten wird, die ihn um den halben Erdball führen wird. In der Unterhaltung war zu erfahren, daß einer der am weitesten entfernten Gebiete nahe der Südsee liegen soll.

Medina Schaubert, seine Nachfolgerin bei Vision e.V., ließ ihn ein Tablett mit Geburtstagskerzen ausblasen und dankte Alexander Reiser mit anerkennenden Worten. Matthias Bielor, Vorsitzender der Spielplatzinitiative Marzahn e.V., überreichte dem Jubilar eine Flasche exzellenten Wodkas. Der Chor von Vision e.V. brachte ihm diverse Ständchen, die mit Akkordeon und Gitarre (Alexander Hopp) begleitet wurden. Gedichte, kleine Präsente und weitere Dankesworte rundeten die bewegende Feierlichkeit ab; bevor der Jubilar das russische Buffett eröffnete und neben alkoholfreien Getränken und Bier auch mehrmals ein großes Tablett mit Wodka herumreichte. An diesem Abend wurde noch häufig auf Alexander Reiser angestoßen, der zusicherte, sich über elektronische Medien ab und zu aus der weiten Welt bei seinen Freunden*innen in Berlin zu melden.

Mit diesem Bericht wünscht der Kiezredakteur dem Journalisten und um den den halben Globus reisenden Alexander Reiser viele beeindruckende Erlebnisse und eine glückliche und gesunde Rückkehr nach Berlin.