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Nach über 20 Jahren Förderung endet die Zeit des Quartiersmanagements im Stadtteil Marzahn NordWest zum 31.12.2020.
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Die Stimmen der Bewohnerinnen und...

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Die Stimmen der Bewohnerinnen und Bewohner von Marzahn NordWest und Ahrensfelde waren unüberhörbar !

An der Einwohnerversammlung am 26.08.2020 im Spielesaal des "Kiek in" in der Rosenbecker Straße 25/27 nahmen mehr als einhundert Personen aus Marzahn NordWest (Berlin) und Ahrensfelde (Brandenburg) teil, die wegen der coronabedingten Abstandsmaßnahmen zum Teil unter dem Vordach zum Saal bzw. im Gartengelände einen Platz fanden. Die von den Veranstaltern "ASA", "Förderverein Ahrensfelde", "Gemeinsam statt einsam", "Kiez-Stammtisch West" und "Wir im Kiez" veranstaltete und vom "Quartiersmanagement Marzahn NordWest" organisierte Einwohnerversammlung zum Thema Ortsumfahrung Ahrensfelde und dem Motto: "Bürger fordern den Abbruch des laufenden Planfeststellungsverfahrens zur Ortsumfahrung Ahrensfelde B 158 n" ging sehr sachlich über die Bühne; woran die freie Journalistin und Moderatorin Marina Mai durch straffes Zeitmanagement einen wesenlichen Anteil hatte. Fritz Gläser (ASA) erläuterte in der Fleißaufgabe Nummer 1 die Vorstellungen der fünf Bürgerinitiativen; während in der weiteren Fleißaufgabe Nummer 2 Bernd Allerdissen (Förderverein Ahrensfelde) ebenfalls die seitherige Sachlage in einer beeindruckenden Powerpoint-Präsentation darlegte. Die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Initiativen schlossen sich den Äußerungen an bzw. kommentierten und/oder ergänzten sie an den entsprechenden Stellen. Bemerkenswert war die Zahl der Wortmeldungen von weiblichen Gästen, besonders aus Ahrensfelde, die ihren Unmut über die Fortführung des seitherigen Planfeststellungsverfahrens deutlich zum Ausdruck brachten. Bis auf Bjoern Tielebein (Die Linke) und Cordula Streich (Die Grünen) hielten sich die politischen Vertreter anderer Parteien sowie der Bürgermeister von Ahrensfelde Winfried Gehrke (CDU) weitgehend zurück und wurden erst durch die Moderatorin geschickt "ins Boot geholt". Die Bürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf Dagmar Pohle (Die Linke) kam durch verspätetes Erscheinen leider nicht mehr zu Wort. Olaf Ackermann, einer der Sprecher der Bürgerinitiative "Wir im Kiez", bat eindringlich um rege Teilnahme am Unterzeichnungsprozeß einer Petition an den Landtag Brandenburg, das Abgeordnetenhaus von Berlin und den Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages, der zum Ziel hat, langfristig eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation im Raum Marzahn NordWest, Ahrensfelde und Hohenschönhausen zu gewährleisten. Zugleich dankte er den Aktiven des "Kiek in" für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Quartiersmanagements für die Organisation.

Der Kiezredakteur trat nachdenklich den Heimweg an. Ein Besucher der Einwohnerversammlung, der zufällig seinen Weg kreuzte, sprach ihn sarkastisch mit folgenden Worten an: "Allet jut und schön; aber wenn dit Janze nochmal Jahrzehnte dauert, fahr'n sowieso alle nur noch mit 'nem Fahrrad oder mit dem ÖPNV. Ick' hab' den Eindruck, die Bürjer woll'n 'ne große Lösung außenrum und de Politik macht uff Blockade. Und dit, obwohl anjeblich mehr als 60 Millionen für 'ne Ortsumfahrung da sind".

Die folgende Fotostrecke zeigt eine kleine Auswahl aus der Einwohnerversammlung. Persönliche Einwände gegen das Fotografieren gab es nicht.

Auf Facebook kann der von Fritz Gläser (ASA) durchgeführte Videomitschnitt verfolgt werden.